Gemeinde St. Stefan im Gailtal

Kunst & Kultur

Kirchen

Pfarramt Ebenthal
 
Ortspfarrer: Dr. Anton Granitzer
Anschrift:  9065 Ebenthal, Goessstraße 1
Telefon: 0463 / 33318 oder 0676/87728011
E-Mail: granitzer(at)aon.at
Homepage: www.kath-kirche-kaernten.at/ebenthal
Friedhofsverwaltung:  zugleich Friedhofsverwaltung
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In Ebenthal bestand zunächst eine zu Gurnitz gehörige Filialkirche St. Peter und Paul, die im 17. Jahrhundert einen sehr schlechten und baufälligen Zustand aufwies, zumal damals der Schlossherr die Einkünfte der Kirche an sich zog. Der heute bestehende repräsentative Neubau mit seiner charakteristischen Doppelturmfassade wurde über Initiative des Gurnitzer Propstes Anton Puecher im Jahr 1762 auf seine eigenen Kosten in Angriff genommen.

Die einschiffige Kirche wurde nach dem Vorbild zeitgenössischer Marienwallfahrtskirchen errichtet. Kulturhistorisch bedeutsam sind vor allem die aus der Hand von Gregor Lederwasch stammenden Fresken aus dem Jahr 1766.

Der Künstler hat um die Himmelfahrt und Krönung Mariä verschiedene Symbole angeordnet. Die geschmackvolle Rokokoausstattung vervollständigt die einheitliche Wirkung dieses qualitätsvollen Kirchenbaues. Die Kirche erhielt das Patrozinium "Maria Hilf", wurde im Jahre 1792 selbständige Expositur und im Jahre 1906 selbständige Pfarre.

Die Pfarrkirche wurde in den letzten Jahren komplett renoviert.


Pfarramt Gurnitz
 
Ortspfarrer: Dr. Anton Granitzer
Anschrift: 9065 Ebenthal., Goessstraße 1
Telefon: 0463 / 33318 oder 0676/87728011
E-Mail: granitzer(at)aon.at 
Homepage: www.kath-kirche-kaernten.at/gurnitz
Friedhofsverwaltung: Sofie Leitmann Tel: 0664 / 5875004

Schon zur Zeit des frühmittelalterlichen Königshofes dürfte in Gurnitz ein kirchliches Zentrum bestanden haben. Gurnitz gilt als die älteste Martinskirche Kärntens. Der erste Pfarrer zu Gurnitz, ein gewisser Bernhardus Plebanus de Gurnitz, wurde allerdings erst am 19. Februar 1219 urkundlich erwähnt. Doch schon 1240 begegnet man dem ersten Gurnitzer Propst, der Ditricus hieß. Vor 1240 wurde in Gurnitz ein Kollegiatkapitel nach Augustinerchorherrenregel eingerichtet. 1469 war der berühmte Kärntner Geschichtsschreiber Jakob Unrest Chorherr in Gurnitz. Die Pröpste von Gurnitz gehörten bis 1848 der Kurie der geistlichen Landstände im Kärntner Landtag an. Die Propstei war einst reich mit Grundbesitz in der näheren Umgebung ausgestattet.

Trotz ihres hohen Alters wird das Erscheinungsbild der heutigen, auf einem felsigen Ausläufer des Sattnitzabhanges gelegenen Kirche durch barocke Um- und Zubauten bestimmt, die Propst J. Benedikt Mitterholzer durchführen ließ. Noch vom mittelalterlichen Bau stammen das Turmuntergeschoss und die südlich angebaute Nikolauskapelle. Dem Umbau des Langhauses mit einer Achsendrehung gegen Süden in der Zeit um 1640 wurde dann 1773 ein platzlgewölbter Chor angefügt. Mit Ausnahme mehrerer Renaissancegrabsteine entstammt die Einrichtung hauptsächlich der Zeit zwischen 1720 und 1780.

Der Altar der Kirche ist "geostet" und wie die Kirche selbst dem hl. Martin geweiht. Der linke Seitenaltar ist dem Erzengel Michael, der rechte der Gottesmutter Maria gewidmet. Die Darstellungen sind typisch barock. Besonders bemerkenswert sind die Darstellung der Kreuzigungsgruppe und die Leuchter. Im Mauerwerk der Ostwand des Kirchenschiffes sind ferner die Umrisse eines hohen Spitzbogens zu bemerken. Hierbei dürfte es sich um einen Triumphbogen des ursprünglichen und somit mittelalterlichen Sakralbaues handeln. Unmittelbar daneben steht der Grabstein des uns nun schon als Bauherren bekannten Propstes Mitterholzer. Überhaupt zeichnen das Kircheninnere die zahlreichen Grabsteine der Pröpste zu Gurnitz aus, während die Kapläne unter dem Kirchenfußboden begraben liegen.

Ein besonders schöner Grabstein, unweit der Kommunionbank, erinnert an Ritter von Neuhaus, einen der Besitzer von Greifenfels. Der Stein trägt folgende Inschrift: “Hie liegt begraben der edle und gestrenge Herr Georg Sigmund von Neuhaus, Herr auf Greifenfels, Ernhausen, Ebenthal und Kolegg, gewester salzburgischer Rath datiert 1600”.
Die Orgel wurde von Marie Stefun, einer Gurnitzer Schmiedtochter, gestiftet. Ein besonderes Schmuckstuck stellt der Altarschrank der Kirche dar, der schon dem Verfall nahe war und im Jahre 1987 von Albin Schneeweiß saniert und vom alten Messner, Franz Werschnak, vergoldet wurde. Diesen beiden Männern und dem Pfarrer Prof. Raimund Wang ist die Generalrenovierung der Kirche und des Propsteigebäudes zu verdanken, wodurch diese wertvolle Bausubstanz für viele Jahrzehnte aufgewertet und gesichert wurde.

Das Geläut der Kirche hat sechs Glocken, die seit der Renovierung in den Achtzigerjahren elektrisch betrieben werden.
Die Kirche ist mit dem Propsteigebäude durch einen Gang verbunden. An der nordseitigen Außenwand der Propstei entdeckt man noch die Skulptur eines romanischen Löwen, der ein Symbol des Wehrwillens von Burg, Kirche und Propstei darstellen soll. Die Propstei ist ein eher schmucklos wirkender Bau, der in seiner heutigen Form auf Zu- und Umbauten im 16. und 17. Jahrhundert zurückgeht. Im unteren Geschoss befinden sich Wirtschaftsräume, im ersten Stock der Pfarrsaal, das sogenannte Vogelzimmer und die Galerie der Pröpste von Gurnitz. In der Propstei befand sich bis 1950 in einem Schrank im Obergeschoss ein Buch mit Aufzeichnungen über die Urbarien, somit die Abgaben und Steuern, die der Herrschaft, in diesem Falle auch der Propstei, zu erbringen waren. 


Pfarramt Mieger
 
Ortspfarrer: Mag. Marjan Plohl
Anschrift: 9065 Ebenthal, Radsberg 1
Telefon: 0463 / 740237
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Pfarrgemeinderatsobmann

Ing. Peter Strauß

Obitschach 41
9065 Ebenthal in Kärnten
Tel: 0676/87801434


Obermieger dürfte im Sprengel der Urpfarre Drauhofen-Tainach von den Viktringer Zisterziensern (katholischer Orden) gegründet worden sein. Bedeutend für die Errichtung der Kirche ist ein überdachter, maniristischer Kruzifixus im Kirchhof, der aus dem 17. Jahrhundert stammt und 1972 restauriert wurde. 

Die Außenrestaurierung des Kirchengebäudes wurde erst 1997 abgeschlossen. Das hierbei freigelegte Fresko an der Außenwand wurde fachgerecht renoviert. Im Jahr 1996 konnte der Friedhof durch den Zukauf von Flächen auf Kosten der Marktgemeinde in Richtung Norden wesentlich erweitert werden. Für die Kirchen- und Friedhofsbesucher wurde auch ein Parkplatz angelegt.


Pfarramt Radsberg
 
Ortspfarrer: Mag. Marjan Plohl
Anschrift:  9065 Ebenthal, Radsberg 1
Telefon: 0463 / 740237
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Friedhofsverwaltung: zugleich Friedhofsverwaltung

Radsberg dürfte ursprünglich eine Eppensteinische Eigenkirche gewesen sein. Sie kam noch vor 1200 gleichzeitig mit Rottenstein als Kapitelpfarre zu Maria Saal. Die im Jahr 1217 erstmals erwähnte Kirche am Sattnitzplateau kann als gutes Beispiel echter Volksfrömmigkeit über Jahrhunderte hinweg angeführt werden.

Am Kirchenbau haben seit dem 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart alle Epochen ihre Spuren hinterlassen, ohne aber ältere bewusst auszulöschen. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erfolgte der Bau des Polygonchores der Kirche mit übereck gestellten Strebepfeilern, die außergewöhnliche Parallelrippenwölbung des Langhauses sowie des wuchtigen Westturmes. Etwa eine Generation später entstand das sehenswerte ”Weltgeschichtsfresko” an der Nordwand des Langhauses.

Die volkstümlichen Barockaltäre (der linke mit einer ausdrucksvollen Madonna aus dem Jahr 1513) mit klassizistischen Elementen, die Rokokokanzel, neogotische Statuen sowie eine barock-historisierende Herz-Jesu-Statue aus jüngerer Zeit ergänzen das malerische Ensemble im Kircheninneren.

Der dem hl. Michael geweihte Karner südöstlich der Kirche aus dem 13. Jahrhundert diente dem Totenkult. Bauten desselben Typs fanden in Kärnten übrigens weite Verbreitung. Der Karner ist zweigeschossig, hat ein Kegeldach und weist eine halbkreisförmige Apsis auf. Erwähnenswert ist auch der stattliche, schlossartige Pfarrhof aus dem frühen 16. Jahrhundert.


Pfarramt Rottenstein
 

Ortspfarrer

Mag. Marjan Plohl

Anschrift:

9065 Ebenthal, Radsberg 1, Pfarramt Radsberg

Telefon:

0463 / 740237

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Pfarrgemeinderatsobmann

Franz Lepitschnig
Kohldorf 11
9065 Ebenthal
0650/3432794

Die im Jahre 1359 genannte Kirche war zuerst eine eigene Pfarre. Später wurde sie Filiale von Radsberg und war erst seit der josephinischen Pfarrregulierung wieder eigene Pfarre. 1660 besaß sie bereits drei Altäre.

Heute ist sie ein im Kern romanischer Saalraum mit wuchtigem Westturm und zierlichem Chorpolygon und zweistufigen Strebepfeilern. Das einzigartige Sternrippengewölbe und eine reichhaltige Ausstattung, unter anderem Gewölbemalereien aus dem zu Ende gehenden 14. Jahrhundert sowie Plastiken aus der Zeit vom 15. bis zum 19. Jahrhundert bilden ein harmonisches Ganzes. Erwähnenswert ist auch der Hochaltar aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.



Schlösser

Im 16. Jahrhundert setzte im Umfeld von Klagenfurt eine rege Bautätigkeit an Schlössern ein. In dieser Epoche errichtete auch Christoph von Neuhaus, damals Herr auf Greifenfels, von Grund auf einen neuen Schlossbau, den er mit erzherzöglicher Erlaubnis vom 14. September 1567 ”Ebenthal” nennen durfte. Das war zugleich der Namenstag der heutigen Marktgemeinde, zumal diese Namensbezeichnung in den historischen Urkunden erstmals verwendet wurde.


Der zweigeschossige, vielleicht mit den Erkertürmchen geschmückte Bau übernahm nach seiner Fertigstellung alle grundherrschaftlichen und repräsentativen Aufgaben der Burg Greifenfels. Über die Freiherren von Lamberg kam das Schloss an die Herren von Deutenhofen, von denen es 1665 Johann Ludwig Freiherr von Lamberg um 18.000 Gulden zurückkaufte, in den folgenden zehn Jahren aufstocken, mit Ecktürmen an der Westseite und einem aufwendigen Torbau versehen ließ. Valvasor überliefert den kurz zuvor fertiggestellten Bau mit einem ummauerten, streng geometrisch gegliederten Garten, in dessen Mitte ein achteckiges Gartenhaus stand.

1704 erwarb dann Kardinal Johann Trooch von Goosen das Schloss für seinen Neffen Johann Peter Graf Goess, das sich bis heute im Besitz dieser Familie befindet. Das Schloss wurde in der Folge mehrmals umgestaltet. Der Torbau und die Erkertürmchen wurden abgetragen, die Fassaden mit Kolossalpilastern und an den beiden Breitseiten mit Mittelgiebeln versehen. Die charakteristische zurückhaltende flächenhafte Gliederung blieb dennoch voll erhalten, so dass das Schloss selbst heute noch etwas nüchterner wirkt, als andere vergleichbare Barockschlösser. Das Treppenhaus wurde jedoch recht aufwendig umgestaltet. Josef Ferdinand Fromiller, der wohl bekannteste Kärntner Barockmaler, wurde im Jahr 1748 beauftragt, den großen Saal in der ganzen Tiefe des zweiten Stockes zu freskieren. In dieser Zeit wurde auch die Raumaufteilung verändert und den zeremoniellen Anforderungen an das Stammschloss einer gräflichen Familie angepasst, jedoch geriet die kostbare Ausstattung nach der Mitte des 18. Jahrhunderts ins Stocken. Als besonderes Juwel ist vor allem das ”Familienzimmer” mit Portraits von Mitgliedern der herrschaftlichen Familie hervorzuheben.

Das barocke Gartenhaus wurde leider im 19. Jahrhundert abgetragen. Der ebenfalls im selben Jahrhundert errichtete Portikus bei der Einfahrt hat der imposanten Wirkung des Gebäudes nicht geschadet. Obwohl die Einrichtung des Schlosses 1919 und 1948 durch Brände litt, blieb das Schloss Ebenthal sehr gut erhalten. Schließlich bildet der großzügig angelegte Schlosspark einen schönen Naturraum inmitten des dicht bebauten Gebietes. 


Das Schloss Rosenegg ist eigentlich ein aus dem späten 16. Jahrhundert stammendes Herrenhaus. Bis zur Klosteraufhebung unter Josef II im Jahr 1786 war es ein Lehensgut des Stiftes Viktring und ging aus drei Huben und einer Mühle hervor, die bereits seit dem 15. Jahrhundert in den Urbaren des Klosters Viktring unter der Bezeichnung „an der Glan“ eingetragen sind.


Der heutige Schlossbau wurde 1592 von Johann Franz Greisenegg errichtet. Die Außenerscheinung des Schlosses wurde in den Fünfzigerjahren weitgehend verändert. Das Schloss Rosenegg ist ein zweigeschossiger, mit einem mächtigen Walmdach gedeckter Bau, der in seiner Disposition mit einer durchgängigen, West-Ost orientierten „Querlabn“ mit anliegendem Stiegenhaus dem Typus des heutigen „Kärnter Stöckels“ oder „Mittellabnhauses“ entspricht. Das Innere des Gebäudes ist baugeschichtlich besonders bedeutend, da Raum- und Gewölbeformen aus dem 16. Jahrhundert sehr gut dokumentiert werden. Das bewohnte Objekt befindet sich im Privateigentum.


Am Fuße des Propsteihügels steht das Bräuhaus, ein Landgasthaus mit angeschlossener Landwirtschaft. Diesem wuchtigen, zweigeschossig ausgeführten Bau mit seinem hohen Walmdach sieht man auf den ersten Blick an, dass es nicht immer als Gaststätte gedient haben kann. Tatsächlich handelt es sich hier um das ehemalige Herrenhaus der Herrschaft Gurnitz, welches die Jahreszahl 1545 als Erbauungsjahr trägt.


Später wurde in diesem Gebäude eine Steinbierbrauerei eingerichtet. Große, saalartige Räume mit mächtigen Gewölben lassen erkennen, wie man im 16. Jahrhundert ein Gebäude zu bauen pflegte, das den Erfordernissen eines Herrenhauses entsprach. Besonders markant und vermutlich einzigartig ist auch der übereck gestellte Erker an der Nordwestecke des Gebäudes, der angeblich aus Grabsteinen gefertigt worden sein soll.



Ruinen

Südwestlich von Gurnitz blieben nur mehr schwer erkennbare Reste einer vermutlich bis in die Bronzezeit zurückreichenden Wallanlage erhalten, die auf eine frühe Siedlungstätigkeit im diesem Raum schließen lässt.

Am nördlichen Sattnitzabhang, auf einer isoliert gelegenen bewaldeten Erhebung, sind diese baulichen Reste auf einem Plateau im Ausmaß von etwa 40 x 60 Metern zu finden. Die bis zu einem Meter hohen und vier Meter breiten Erdwälle umschließen eine rechteckige, rund 37 x 15 Meter umfassende ebene Fläche.

Im Norden und Westen schützen die Anlage natürliche Sperren: ein rund 50 Meter in die Tiefe fallender Steilabhang im Norden und ein rund 10 Meter tiefer Steilhang im Westen. Einzige Anhaltspunkte für eine Datierung der bronzezeitlichen Funde wurden bei einer Versuchsgrabung durch O. Menghin im Jahre 1927 gefunden.


Auch die Reste der Burgruine zu Gurnitz sind ebenfalls nur mehr schwach erkennbar. Die Anfänge dieser Burg sind weitgehend ungeklärt. 1142 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt.

Die Burg Gurnitz war eine sehr einfach konstruierte Anlage in annähernd dreieckiger Form. Sie bestand nur aus einem großen rechteckigen Wohngebäude und einem Burghof und gilt daher als typisches Beispiel einer Hausburg.


Weit geräumiger als die alte Burg war Greifenfels angelegt. Bekannt ist, dass Wulfin (oder auch Wulfing) von Gurnitz diese Burg, "die man die neue nennt", widerrechtlich auf Viktringer Grund und Boden erbaute. Diese Burganlage wies im Unterschied zur ”Stammburg" einen Burgfried auf. Über die Greifenfelser, Aufensteiner, die Schenken von Osterwitz und die Hannauer kam die ”veste" 1404 beziehungsweise 1408 an die Herren von Neuhaus, die jedoch mit der Fertigstellung ihres neuen Schlosses, das in der Folge den Namen ”Ebenthal" bekam, diese Burg verließen und aufgaben.

Diese Burg erstreckte sich in Form eines flachen Kreissegmentes mit mehr als 50 Meter Breite auf einem Plateau am Nordabhang des Sattnitzzuges. Langgestreckte Wohngebäude umschlossen im Osten einen kleinen Burghof, während die Westseite aus einem spitz zusammenlaufenden Hof bestand. Eine exakte Rekonstruktion ist aufgrund des praktisch restlosen Verfalls nicht mehr möglich.


Abseits des Gemeindezentrums blieben in den steilen Konglomeratfelsen oberhalb von Rottenstein in großer Höhe und nur schwer erreichbar kümmerliche Reste einer Höhenburg erhalten: die Grundmauern von drei der mehrgeschossig aus dem Felsen herausgearbeiteten Räume sind noch erkennbar, während die Stirnwände verschwunden sind. Obwohl Funde in der Umgebung einen älteren Ursprung vermuten lassen, ist die Anlage hochmittelalterlich. Zuerst salzburgisch, kam die 1142 geschichtlich erwähnte Burg auf Umwegen an den Patriarchen von Aquileia und 1212 durch einen Tauschvertrag wieder an das Erzbistum, das die Burg hierauf als Lehen, zuletzt 1773 - damals freilich längst verfallen - vergab.